Strom teilen mit den Nachbarn

Technische Vorteile für den Netzbetreiber


Das bisherige Netznutzungsmodel des Verbands Schweizericher Elektrizitätsunternehmen (VSE) aus dem Jahr 2008 geht davon aus, dass Strom zentral in grossen Kraftwerken produziert und über Transportleitungen zu den Endverbrauchern geführt wird. Dieses Transportnetz ist sehr aufwändig in der Erstellung sowie im Unterhalt und muss bei erhöhtem Strombedarf laufend erweitert werden. Die Kosten werden auf alle Endverbraucher verteilt und als Netznutzung in der Stromrechnung belastet.


Mit den erneuerbaren Energien aus Photovoltaik und Windgeneratoren ist es möglich, Strom dort zu produzieren, wo er gebraucht wird. Dadurch kann das Transportnetz entlastet werden. Es muss nicht mehr so viel Strom aus den grossen Kraftwerken zu den Endverbrauchern geführt werden. Zeitweise steht der Stromtransport sogar ganz still oder fliesst in der andern Richtung. So kann die lokale Überproduktion zu den Pumpspeicherkraftwerken gelangen und die Seen wieder auffüllen für Produktion in der Nacht.

Da die Netzbetreiber noch zu wenig flexibel sind, wünschen Sie, dass die Überproduktion möglichst lokal verteilt wird. Die neuen Stromgesetze ermöglichen es, dass dieser Überschussstrom auch lokal gehandelt werden kann. Dies ist möglich durch Bildung von Zusammenschlüssen wie vZEV oder LEG.

Links
>Virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV)
>Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)